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Wanderung zum Süntelturm

Nachdem ich mit Gynger auf der abgemähten Weide ein wenig trainiert habe, sind wir das erste Mal frei zurück zum Stall gelaufen - und es hat super geklappt!
Ein paar Tage später sind wir dann vier Stunden lang gemeinsam zum Süntelturm gewandert und haben auf dem Rückweg abseits der Wege den Wald erforscht. Es hat mich wahnsinnig gefreut, dass Gynger schnell angefangen hat am Boden spuren zu verfolgen und Moose zu knabbern. Sie hat die Route und das Tempo auf dem Rückweg maßgeblich bestimmt und sich ohne zu Zögern getraut ihre Wünsche einzubringen. Für sie ist das ein enormer Fortschritt, da sie früher entweder still hinter mir her gelaufen oder ihre Meinung lautstark durchgesetzt hat. Von einem Dialog waren wir damals weit entfernt, umso glücklicher bin ich über unseren Fortschritt.
Auf den Weg zum Süntelturm war sie nicht nur körperlich frei von allen Stricken und Zügeln,sondern auch geistig losgelöst aller Ängste und Sorgen. Der Muskelkater dieser Wanderung ist inzwischen verklungen, aber die Freude bleibt :)

 

Autist oder Problempferd

Wenn ich nicht gerade mit meinen Ponys unterwegs bin nutze ich gerne jede freie Minute, um mich mittels Fachliteratur, YouTube Filme, Kurse etc. weiterzubilden, dabei bin ich heute auf eine Äußerung gestoßen, die mir immer noch im Kopf schwirrt:
"Nachdem die Pferde die üblichen Traininswege durchlaufen haben gibt es meistens nur zwei Sorten von Pferden: Entweder werden sie zu Autistsen, welche mit toten Augen den Befehlen des Reiters verzweifelt versuchen folge zu leisten oder sie werden zu den sogenannten "Problempferden", welche noch nicht aufgegeben haben Tag für Tag für ihre Rechte zu kämpfen."
Puh, dass ist mal eine Aussage, danach musste ich ersteinmal schlucken .. Aber so ganz unrecht hat der Autor meiner Meinung nach nicht. Es wird immer noch oft davon gesprochen sich dem Pferd gegenüber durchzusetzen, Respekt zu verlangen, Dominanz zu zeigen und die besonders Willensstarken zu brechen, aber wo bleibt dabei der Respekt dem Pferd gegenüber?
Wie seht ihr das? Und vor allem wie verhindert ihr das, dass euer Pferd zum "Autist" oder "Problempferd" wird? Glaubt ihr, dass eine bestimmte Methode die Lösung ist oder nur eine veränderte Einstellung? Wie schafft ihr es eurem Pferd eine Stimme zu geben? Ich würde mich über viele neue Ideen freuen! :)

Ayrin Piephoh
Ayrin Piephoh
21 Jahre jung, Veterinärmedizin Studentin, Verhaltenstrainerin für Pferde und kommt aus Niedersachsen, nähe Hannover

1 Comment

  1. Ich stimme zu in Bezug auf solche Trainingsweisen, die ein Zuhören und Eingehen auf das Pferd nicht erlauben.

    Wir sollten einen guten Plan haben. Das kann die Motviation für das Pferd sein, mit uns zu arbeiten. Wir sollten aber nicht zu „mechanisch“ werden, denn dann verlieren wir unser „feeling“

    PS: Gut, dass ich kein Roboter bin!!!

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